Bei Ovid verliebt sich der junge Narziss in sein Spiegelbild im Wasser – und kann sich nie mehr davon lösen.
Narciso erzählt die Geschichte weiter. Ein älterer Mann kniet am Rand eines dunklen Beckens in einem verfallenen Tempel. Er ist zu Stein geworden: Risse laufen über Hals, Schultern, Arme und Knie, aus seiner Hand rieselt Gestein ins Wasser. Er selbst besteht nur noch aus Stein und Grau. Im Wasser aber liegt sein Spiegelbild – der junge Mann, der er einmal war, unversehrt, leuchtend in Brillantblau, Chinacridon-Magenta und Kadmiumgelb. Die Farbe läuft in langen Bahnen durch das schwarze Wasser. Bis auf drei Farbbahnen an einer Säule bleibt der Tempel schwarz, grau und weiß. Die Farbnamen stammen von den Pigmenten, mit denen David seine Unikate malt.








