In den Jagdschlössern der italienischen Königshäuser war der Hirsch die edelste Beute. Die Jäger erlegten ihn und hängten sein Geweih als Trophäe an die Wand – in Stupinigi bei Turin setzten ihn die Savoyer zugleich als Figur auf die Kuppel ihres Jagdschlosses.
Hier kehrt er zurück. Im Ballsaal eines verlassenen Jagdschlosses steht ein gewaltiger Hirsch, ruhig und unverrückbar, und blickt auf den Betrachter herab. Sein Fell leuchtet in Brillantblau und Chinacridon-Magenta, Kadmiumgelb glüht auf Stirn, Mähne und Schultern; vom Geweih rinnt die Farbe in langen Bahnen. Über ihm hängt ein Murano-Kronleuchter, das einzige warme Licht im Saal. An den Wänden die Geweihe seiner Vorfahren, zu seinen Hufen das zerbrochene Trophäenschild und das Jagdhorn der Jäger. Der Saal bleibt schwarz, grau und weiß. Die Farbnamen stammen von den Pigmenten, mit denen David seine Unikate malt.
Il Principe erzählt vom Gejagten, der zum Herrscher wird. Er erobert seinen Platz zurück – mit Präsenz statt mit Lärm. Ganz im Sinne Machiavellis gehört der Palast dem, der ihn hält.
Im Hochformat steht der Hirsch in voller Größe vor Ihnen. In der Eingangshalle, im Arbeitszimmer oder über dem Kamin gibt Il Principe dem Raum einen Herrn.

















