Das Kolosseum war die große Arena des alten Rom. Heute tragen die Gladiatoren Helme mit Gitter, und ihre Arenen leuchten unter Flutlicht. Der Kampf ist derselbe geblieben.
Nach dem Spiel herrscht Stille. Ein zerbrochener Helm in Brillantblau liegt im Sand, daneben ein aufgerissener Ball. Um den Helm sitzt der Lorbeerkranz des Siegers in Kadmiumgelb – drei seiner Blätter liegen vor ihm am Boden. Aus Helm und Ball rinnt Chinacridon-Magenta, fließt nach vorn und läuft über den Bildrand hinaus. Die Bögen der Arena bleiben schwarz, grau und weiß; nur eine Fackel brennt noch, und hinter dem Helm glimmt Glut. Die Farbnamen stammen von den Pigmenten, mit denen David seine Unikate malt.
Gloria Ferita erzählt vom Preis des Sieges. Brillantblau ist der Kämpfer, Kadmiumgelb der Ruhm, Chinacridon-Magenta das, was er gekostet hat. Jeder Kampf verlangt einen Einsatz, jeder Sieg hinterlässt eine Wunde. Der Lorbeer krönt den Gewinner und hat doch Blätter gelassen: Ein Teil des Triumphs bleibt in der Arena, bei dem, was verloren ging. Wer gewinnt, gibt immer etwas her – und wer verliert, hat gekämpft.
Wenn der Lärm verstummt, bleibt der Frieden nach dem Krieg: die Stille, in der sich zeigt, was der Sieg wert war.
Im Querformat öffnet sich die Arena über die ganze Wand. Über dem Sofa, im Arbeitszimmer oder in der Bibliothek erinnert Gloria Ferita an Ihre eigenen Kämpfe – an die gewonnenen und an das, was sie gekostet haben.

















