Zwei bernsteinfarbene Augen durchschneiden die Dunkelheit wie glühende Kohlen. Auf einem knorrigen Ast, gebadet im silbernen Licht eines gewaltigen Vollmonds, thront ein schwarzer Panther – still, wachsam, unantastbar.
Brillantblau fließt über die muskulösen Konturen, Chinacridon-Magenta flammt an Schultern und Flanken auf, Kadmiumgelb zeichnet Kopf und Rücken wie ein Lichtsaum nach. In langen, schweren Bahnen tropft die Farbe von Ast und Tier – als würde die Wildnis selbst in Farbe bluten. Ringsum bleibt die Nacht monochrom: knorrige Bäume, ein leuchtender Mond. Die Farbnamen stammen von den Pigmenten, mit denen David seine Unikate malt.
Der Panther steht seit jeher für verborgene Stärke und die Schönheit des Gefährlichen. Hier wird er zum Bild einer stillen Kraft, deren Flüstern weiter trägt als jedes Brüllen. Halb Natur, halb Mythos.
An der Wand öffnet sich Trono Notturno wie ein Fenster in die Nacht: Das Schwarz schafft Tiefe, die drei Farben halten den Blick fest – ein Bild, das Sie spüren, bevor Sie es verstehen.

















