Luxus in Flammen. Aus Trümmern und Asche erhebt sich ein Flakon wie ein Phönix – brennend, tropfend, unwiderstehlich schön in seiner Zerstörung.
Aus dem offenen Hals steigen Farbbänder in Brillantblau, Chinacridon-Magenta und Kadmiumgelb; ihr Ende lodert in hellen Flammen. Der Flakon selbst leuchtet in Kadmiumgelb, in seiner Mitte ein schlichtes schwarzes Etikett. Über seine Schultern rinnt die Farbe in schweren Bahnen und sammelt sich in Lachen am Boden. Ringsum bleibt die Welt monochrom: bröckelndes Mauerwerk, aufsteigender Rauch, ein zersprungenes Glas, Scherben im Staub. Die Farbnamen stammen von den Pigmenten, mit denen David seine Unikate malt.
Icona Ardente erzählt von der Vergänglichkeit des Schönen, von der flüchtigen Natur von Luxus und Begehren. Die Scherben stehen für das, was war – der brennende Flakon für das, was bleibt: ein Moment purer Intensität. Eine Ikone, die sich selbst entzündet.
An der Wand wirkt Icona Ardente wie eine glimmende Lunte: Das Schwarz gibt Ruhe, das Feuer zieht den Blick – provokant, sinnlich, elegant und rebellisch zugleich.
















