Hinter ihm wartet die Bühne, vor ihm ein letzter Atemzug. Den Kopf gesenkt, die Hände schützend vor dem Gesicht gewölbt, zündet er sich eine Zigarette an – ein Augenblick, der ihm allein gehört.
Kadmiumgelb liegt auf Schultern, Brust und Händen, Chinacridon-Magenta und Brillantblau wühlen sich durch das Haar und formen die Schatten der Muskeln. Ketten an den Handgelenken, Tattoos auf der Haut, auf der Jeans der Schriftzug IRAMA – und über allem rinnt die Farbe in langen Bahnen herab. Dahinter bleibt die Nacht schwarz-weiß: Traversen, Lautsprecher, Scheinwerferkegel und eine Menge, die als Silhouette wartet. Die Farbnamen stammen von den Pigmenten, mit denen David seine Unikate malt.
L'Attimo Prima – der Augenblick davor. Jeder kennt diese Sekunde vor dem großen Schritt, wenn das Herz laut schlägt und die Hände ganz ruhig werden. Hier wird sie zum Bild für Mut, der leise beginnt.
Im Hochformat, in den großen Formaten überlebensgroß, behauptet die Figur ihren Platz an der Wand: neben einer Treppe, in einem hohen Flur oder über dem Plattenregal hält sie den Moment fest, bevor alles losgeht.















