Im Dämmerlicht eines Kinderzimmers sitzt der treueste aller Gefährten und lächelt. Vor seinem Bauch türmen sich Goldbarren – schwer, glänzend, schon im Begriff zu schmelzen. Die Unschuld, beladen mit dem Gewicht der Welt.
Der übergroße Teddybär zeigt sichtbare Nähte, das Fell zerzaust. Zwischen den Barren in Kadmiumgelb liegen Barren in Brillantblau und Chinacridon-Magenta; die Farbe rinnt über den Stapel, sammelt sich zu Lachen am Boden und tropft in langen Bahnen über den unteren Bildrand. Ringsum bleibt das Zimmer monochrom: das Gitterbett, das Mobile mit Mond und Sternen, kleine Teddys am Fenster, Bauklötze am Boden. Die Farbnamen stammen von den Pigmenten, mit denen David seine Unikate malt.
Was steckt in den Dingen, die wir unseren Kindern geben? Das Werk zeigt Geborgenheit und, mitten darin, Erwartungen, Erbe, den Druck des Wohlstands – eine zärtliche und zugleich schonungslose Frage nach der Last, die von Generation zu Generation weiterwandert.
An der Wand wird L'Eredità dell'Innocenza zum Gesprächsanker: Das Grau des Zimmers hält still, die drei Farben ziehen den Blick in die Mitte – und jeder Blick stellt die Frage neu.
















